Vergleiche zwischen Schriftsteller Kurt Tucholsky und Pfr. Albert Willimsky, in ihrem antinazistischem Widerstand
I. Kurt Tucholsky, ein Schriftsteller und Aktivist wie kaum ein Anderer, gegen den Hitler-Faschismus (so sinngemäß u.a. auch der Landrat des Landkreises OPR) ?
Zum nicht geringen Teil „Ja", aber: Mit gerüttelt Luft nach oben:
> Gegenüberstellung aus DER SPIEGEL 6/1963: TUCHOLSKY Adofs Doitsche vom 05.02.1963), und: Albert Willimsky ein Leben für die Wahrheit (Buch von 2021) <
Schreibt über Rheinsberg (1912 Erzählung: Ein Bilderbuch für Verliebte),
schreibt und publiziert bis 1932 gegen Hitler-Faschismus (Spiegel, s.o.)
Schreibt nicht über Rheinsberg.
Er arbeitet, schreibt und plant 1935-1939 in Gransee und Rheinsberg, mit und für
einfache Bürger & Katholiken „vor Ort", gegen Hitler-Faschismus.
Lebt seit 1924 (Korrespondent in Paris) nur noch sporadisch in Deutschland.
1929 setzt er sich (Spiegel, s.o.) endgültig nach Schweden ab, aus Deutschland,
dem so Tucholsky, dem „Affenstall" (Spiegel, s.o.).
An welchen Rhausthaler Politiker erinnert diese Wortwahl?
(Hinweis: Politiker im (mittlerweile) zwölf/en Lehrjahr)
Lebt und wirkt „vor Ort", 1939/40 (Ende) bei Stettin (Szczecin), als kathol. Priester;
1936 sehr aktiv in Rheinsberg/Mark (kathol. Kirchenbauverein Rheinsberg
1932 hörte er auf zu publizieren.
Tucholsky am 11.4.1933 an Dramatiker Hasenclever (jew. Spiegel, s.o.):
„Werde ich erst amal das Maul halten. Gegen einen Ozean pfeift man nicht an.“
Und:
»Aber auf keinen Fall kann man in unserm Alter etwas Sinnloses tun, und
das da wäre sinnlos.« (»Das da«, war für Tucholsky der literarisch-journalistische Kampf gegen Hitler).
Hörte Ende 1939 mit seinem Wirken (jetzt in Stettin) auf:
Wegen endgültiger Inhaftierung, nach erneuter Denunziation.
(lt. Spiegel, s.o.): Auch Gegner und Opfer der Nationalsozialisten bedachte er mit
dem blinden Hohn und Haß des Enttäuschten und Vereinsamten.
Schlimmer noch diffamierte Tucholsky, der 1911 »aus dem Judentum ausgetreten« war, die deutschen Juden. Pauschal nannte er die Juden feige, warf er ihnen mangelnden Heroismus vor.
1934 schrieb er Hasenclever:
„Von den deutschen Obbosidionellen höre ich gar nichts - Ich fange statt dessen Quallen. «
Half bis zur Internierung 1939 den polnischen (oft Zwangs-)Arbeitern „vor Ort",
schreibt am 18.12.1939 aus der Haft:
„….. Ich habe so viele herrliche Vorbilder,
die noch viel Schlimmeres ertragen haben als ich.“ '
(Albert Willimsky-ein Leben für die Wahrheit)
»Dieses ganze Europa«, klagte T. 1934 dem Freund Walter Hasenclever, »hat so
etwas Verkotztes, Verlogenes, wie lange nicht.«**
** da hat Tucho. recht, s. auch blog und playlist EU als Gegenteil der UeSA (ueberhebl. Staaten)
(u.a. Begründung der Schutzhaft, v.09.01.1940): „Willimsky gefährdet nach dem Ergebnis der staatspolizeil. Ermittlungen durch sein Verhalten den Bestand und die Sicherheit des Volkes und Staates, indem er ... den Abwehrwillen des deutschen Volkes zu untergraben unternimmt.
Tod im Dezember 1935: Vier Tage später entschied der Polemiker außer Diensten, daß er selbst nicht mehr von vorn anfangen wolle: Er nahm Gift, an dem er zwei Tage später starb. Ekel und Resignation hatten ihn überwältigt.
Tod am 22.02.1940 an „Lungenentzündung" im Konzentrationslager Sachsenhausen.
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